Medizinische Hypnose

Der Begriff Hypnose (griech. ὕπνος hypnos, „Schlaf“) bezeichnet einen tief entspannten Zustand mit gebündelter Aufmerksamkeit.

Ganz im Gegenteil zur wörtlichen Übersetzung ist Hypnose (man ging in früheren Zeiten davon aus, dass Hypnose ein schlafähnlicher Zustand sei) keineswegs Schlaf und auch kein schlafähnlicher bzw. bewusstloser Zustand, sondern ein natürlicher Zustand höchster, auf die Worte des Behandlers gerichteten Konzentration, der im Zustand tiefer Entspannung einen leichten Zugang zum Unterbewusstsein des Klienten ermöglicht. Dieser Zustand der tiefen hypnotischen Entspannung wird als „Trance“ bezeichnet.

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„Ein voller Terminkalender
ist noch lange kein
erfülltes Leben.“

Kurt Tucholsky
dt. Journalist u. Schriftsteller
*1890  †1935

Wir befinden uns jeden Tag mehrfach in Hypnose, ohne uns darüber im Klaren zu sein. Vielleicht kommen Ihnen die beiden nachfolgend beschriebenen Szenarien bekannt vor.

Wenn Sie beispielsweise gerade in eine überaus spannende Passage des Buches, das Sie gerade lesen, eintauchen und nicht wahrnehmen, dass Sie von einer anderen Person angesprochen werden, befinden Sie sich (bei normalen Lautstärkeverhältnissen der Umgebung, unbedeckten Ohren und vorhandener Hörfähigkeit) in Hypnose.

Rein akustisch genommen, registriert Ihr Gehirn diesen Höreindruck durchaus; das lässt sich durch bildgebende Verfahren (z.B. mittels fMRT/Funktionelle Magnetresonanztomographie) nachweisen. Ihre Aufmerksamkeit ist in diesem Moment jedoch mit allen Wahrnehmungskanälen auf die Geschichte Ihres Buches fokussiert, Ihr Gehirn stuft die Worte der ansprechenden Person zu diesem Zeitpunkt als unbedeutend ein und lässt sie (zunächst) nicht zu Ihrem Bewusstsein durch. Oft werden Ihnen die Worte der ansprechenden Person erst nach wiederholtem Ansprechen bewusst, da das Gehirn so den Eindruck gewinnt, dass eine höhere Dringlichkeit vorliegt, welche die des Priorisierung des Buchtextes übersteigt.

Ähnliches geschieht, wenn Sie sich beim Autofahren nicht erinneren können, wie Sie die letzten Kilometer zurückgelegt haben, weil Sie vielleicht abgelenkt waren und über etwas anderes nachgedacht haben. Auch wenn Sie dies oft nicht bewusst erinnern können, sind Sie nicht von der Straße abgekommen und haben sich im Straßenverkehr korrekt verhalten.

Hypnose ist ein normaler natürlicher Zustand des Menschen. Kinder befinden sich während ihrer ersten Lebensjahre oft über viele Stunden täglich immer wieder in einem hypnotischen Zustand. Dies unterstützt die enorme Lernfähigkeit während ihrer Prägung und Entwicklung.

Während der Dauer einer Hypnose ist der Klient zu jedem Zeitpunkt in der Lage, frei zu denken, zu sprechen, seinen Willen zu äußern, frei zu entscheiden und zu handeln. Es ist nicht möglich, einem Klienten in Hypnose einen fremden Willen aufzuzwingen, es sei denn, der Klient lässt dies zu. Grundsätzlich kann jeder Klient jederzeit eine Hypnose-Sitzung beenden, aufstehen und gehen. Der Klient hat jederzeit die Kontrolle über seine Entscheidungen und Handlungen.

Unser Unterbewusstsein steuert den weitaus größten Teil unseres (u.a.) Fühlens, Denkens, Entscheidens und Handelns. So sind beispielsweise oft eine Vielzahl von Entscheidungen, die wir bewusst zu treffen glauben, bereits von unserem Unterbewusstsein gebahnt, noch bevor uns klar wird, dass eine Entscheidung ansteht. Das ist einerseits sinnvoll, da wir drohende Gefahren in rasant kurzer Zeit unbewusst erkennen können, ohne lange überlegen zu müssen, kann jedoch andererseits auch sehr belasten, wenn uns Prägungen/
Konditionierungen/Glaubenssätze/Überzeugungen/ Denkblockaden/ungünstige Verhaltensweisen in eine unerwünschte Richtung führen.
 
Das Unterbewusstsein begleitet jeden Menschen ein ganzes Leben lang. Es ist bereits vom Beginn unseres Lebens an aktiv und speichert jedes Lebensereignis (Lebenssituationen, Erfahrungen mit anderen Menschen und Tieren, körperliche und seelische Erlebnisse, Schmerzen, Gefühls-, Affekt- und Stimmungszustände, Erfolge, Misserfolge etc.) für künftige Zugriffe ab. So gesehen, kennt das Unterbewusstsein zu jedem Zeitpunkt im Leben eines Menschen jedes Problem, aber auch jede Lösung. Und genau darin liegt die große Chance, positive seelische und körperliche Veränderungen in Abhängigkeit der Problemstellung und den auf Klientenseite vorliegenden Voraussetzungen, herbeiführen zu können.
Grundlage einer jeden Hypnose ist ein tiefer Entspannungszustand (Trance). Die Intensität dieses Entspannungszustandes richtet sich dabei nach den Themen und Aufgaben, die in Hypnose bearbeitet werden sollen. Während der bestehenden Trance öffnet sich das Unterbewusstsein und erlaubt einen leichteren Zugang, als dies im Normalzustand möglich wäre.
 
Die Sprache des Unterbewusstseins sind im Schwerpunkt innere Bilder, Vorstellungen und Gefühle. Worte erfüllen in der Mehrzahl der Fälle den Zweck, die mit ihnen assoziierten Bilder und Vorstellungen zu erzeugen. Der Klient wird im Zusammenhang seines Themas durch Situationen und Erlebnisse geführt und lernt konstruktiv sowie lösungsorientiert mit ihnen umzugehen. Der Behandler ist für die von ihm eingesetzten Verfahren und Methoden ausgebildet und kennt eine Vielzahl von Techniken, um mit dem Unterbewusstsein des Klienten zu kommunizieren.
Die Suggestionen/Botschaften des Behandlers gelangen in Hypnose sehr leicht ins Unterbewusstsein. Erste positive Veränderungen und die Motivation, diese auch durchzuhalten und sie in den Alltag integrieren zu können, lassen sich entsprechend verankern. Weiterhin, und das ist das eigentlich Wesentliche, kann so ein positiver Veränderungsprozess in Gang gesetzt werden, der eine das Gesamtsystem des Menschen regelnde Eigendynamik in Körper und Seele entwickelt.
 
In der Regel stellt sich nach der Hypnose ein Gefühl der Ruhe, seelischen und körperlichen Entspannung und wachen Konzentration ein. In den folgenden 48-72 Stunden wirkt die Hypnose in der Regel noch etwas nach, so dass der Klient noch suggestibel ist. Aus diesem Grund sollte mit anderen Personen über einen Zeitraum von 2-3 Tagen nicht über dieHypnose-Sitzung gesprochen werden, um die Intensität der in Hypnose erreichten Ergebnisse in ihrer Wirkung nicht zu schwächen.
Unverzichtbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hypnose/Trance sind Sprachverständnis, Entspannungsfähigkeit und Suggestibilität des Klienten. Suggestibilität bedeuted in diesem Zusammenhang das Maß, in dem der Klient die Botschaften oder Worte des Behandlers in sich aufnehmen und umsetzen kann.
 
Man geht heute etwa davon aus, dass ca. 60% der Klienten durchschnittlich suggestibel, 20% hoch-suggestibel und 20% nicht bzw. nur schwer suggestibel sind. Entspannungsfähigkeit und Suggestibilität lassen sich aber auch trainieren. Auf diese Weise können die Voraussetzungen für den Einsatz von Hypnose geschaffen bzw. verbessert werden.
 
Bei hypnose-interessierten Menschen können evtl. vorliegende Restriktionen zur Ablehnung des Einsatzes von Hypnose bzw. der hypnose-ähnlichen Verfahren führen; dies wird im Einzelfall explizit abgeklärt. Sollte dies ausnahmsweise der Fall sein, bieten wir unseren Klienten alternative Methoden an.
 
Hypnose und hypnose-ähnliche Methoden eignen sich grundsätzlich für Erwachsene und ältere Menschen ebenso wie für Jugendliche und Kinder (Empfohlenes Mindestalter: 8 Jahre), wenn sich keine besonderen Gründe oder Restriktionen ergeben, welche gegen den Einsatz von Hypnose und hypnose-ähnlichen Verfahren sprechen.

Vor Durchführung einer Hypnose-Sitzung wird in jedem Einzelfall geprüft, ob die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind und sichergestellt, dass keine Kontraindikationen (Gegenanzeigen, Ausschlussgründe) vorliegen.

In vielen Situationen ist Hypnose tatsächlich der sogenannte „Königsweg“ und somit der einfachste und eleganteste Weg zur Lösung.
 
Wurden körperliche (somatische) und seelische (psychische) Zustände des Menschen noch vor gar nicht allzu langer Zeit völlig getrennt voneinander gesehen und wurde keine gegenseitige Beeinflussung vermutet, so weiß man heute, dass es keinen körperlichen Zustand gibt, der nicht auch eine psychische Beteiligung bewirkt und umgekehrt. Seelischer Leidensdruck kann sich bei Nichtbeachtung/Verdrängung/Dissoziation über eine gewisse Zeit auf die körperliche Ebene verschieben und sich dort ausdrücken. Man spricht in diesem Fall von einem psychosomatischen Geschehen. Der Zusammenhang zwischen der seelischen Auslösung und den körperlichen Auswirkungen muss jedoch nicht immer direkt erkennbar sein, da der Leidensdruck eines Klienten vielschichtig und die Zeitspanne zwischen der seelischen Auslösung bis zur Erkennung der körperlichen Auswirkungen mitunter sehr groß sein können.
 
Hypnose ist in besonderem Maße geeignet, Ursachen bzw. Auslöser und die damit in Zusammenhang stehenden gegenseitigen Beeinflussungen und Auswirkungen erkennen und ihnen zielgerichtet entgegenwirken zu können. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich aus den Folgen negativer, oft bereits frühkindlicher Prägungen/Konditionierungen/Glaubenssätze/Überzeugungen, welche in sehr vielen Fällen, ohne eine definierte Erkrankung auszulösen, dennoch zu Belastungen, Hindernissen und Blockaden für ein ausgeglichenes glückliches Leben führen. Aber auch die Veränderung lange eingeübter, jedoch belastender Gewohnheiten (z.B. u.a. Bewegungsarmut, Rauchen, übersteigertes Essverhalten etc.), können Themen sein.

Hervorragende Einsatzmöglichkeiten der Hypnose ergeben sich insbesondere u.a. bei der Behandlung von Trauma-Folgestörungen, Angst-/Panik-Störungen, Selbstwert-Defiziten, akuten und chronischen Schmerz-Zuständen, Phobien, Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung.


Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen einer Psychotherapie

Unter der Voraussetzung, dass die nachfolgend aufgeführten Störungen/Symptome nicht organisch verursacht sind:

  • Generalisierte oder spezifische Angststörungen
  • Phobien (Agoraphobie, Sozialphobie, unspezifische Phobien)
  • Zwangsstörungen
  • Zwangsgedanken
  • Zwangsimpulse
  • Zwangshandlungen
  • Anpassungsstörungen
  • Akute Belastungsreaktion
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Schwere Belastungsstörungen
  • Kognitive Umstrukturierung
  • Nichtorganische sexuelle Funktionsstörungen
  • Psychogen ausgelöste nicht-organische Schmerzzustände
  • Somatoforme Störungen
  • Dissoziative Störungen
  • Störungen der Impulskontrolle
  • Ess-Störungen
  • Depressionen (nur beim leichten depress. Syndrom, ohne Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie)
  • Depressionen (hier nur supportiv/unterstützend, zusätzlich zur oft notwendigen medikamentösen Therapie)
  • Nichtorganische Schlafstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Entwicklungsstörungen (des Sprechens und der Sprache, schulischen Fertigkeiten, motorischer Funktionen)
  • Verhaltensstörungen und emotionale Störungen des Kind-/Jugend-Alters
  • Analgesie (bei psychogen verursachten Schmerzen)
    u.v.m.

Bitte beachten Sie auch den beschriebenen  > Therapie-Ausschluss !

Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen einer psychologischen Beratung

Unter der Voraussetzung, dass die nachfolgend aufgeführten Themen/Symptome nicht organisch verursacht sind und keinen Krankheitswert aufweisen:

  • Stress und Überforderung abbauen
  • Hilfe bei Burnout
  • Umgang mit Mobbing
  • Prüfungsanst
  • Trauer/Verlust geliebter Menschen
  • Biofeedback
  • Hilfe bei Boreout
  • Entspannungstraining
  • Konzentrationssteigerung
  • Intuitionstraining
  • Blockadenlösung
  • Charisma-Steigerung
  • Motivationssteigerung
  • Lampenfieber
  • Hilfe bei Beziehungsproblemen
  • Paartherapie
  • Selbstbewusstsein steigern
  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Seelische Verspannungen lösen
  • Tiefen-Entspannung
  • Rückführungen/Regressionen
  • Verbessertes Schlafen
  • Probleme in Partnerschaft/Familie
  • Verbesserung der Kreativität
  • Leistungssteigerung (Privat, Sport, Schule, Beruf)
  • Verbessertes Kommunikationsverhalten
  • Wertschätzung/Anerkennung
  • Schlechtes Gewissen, Selbstzweifel
  • Selbstheilungskräfte aktivieren (kognitive ~)
  • Positives Denken
  • Traum- und Fantasie-Reisen
  • Raucher-Entwöhnung
  • Work-Life-Balance
  • Konflikt- und Krisen-Bewältigung, Entlastung von negativen Erlebnissen
  • Karriere-Förderung/Karrierebegleitung
  • Verbesserung schulischer Leistungen
  • Soziale Integration
  • Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit
    u.v.m.
 

Um aus der Anwendung der medizinischen Hypnose den bestmöglichen Nutzen ziehen zu können, sind nachfolgend einige Verhaltensempfehlungen zusammengestellt.

1. Vor der Hypnose

Kommen Sie bitte rechtzeitig zu Ihrem Hypnose-Termin und vermeiden Sie unnötigen Stress bzw. unnötige Hektik im Vorfeld.

Kommen Sie bitte nicht übermüdet zum Termin, da eine zu hohe Erschöpfung die Aufnahmefähigkeit für Suggestionen bei den anstehenden Themen einschränken kann. Trinken Sie bitte 3-4 Stunden vor dem Termin keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, um eine Beeinflussung Ihrer Entspannungsfähigkeit zu vermeiden. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser, damit Ihr Nervensystem gut mit Flüssigkeit versorgt ist.

Nehmen Sie keine Medikamente ein, die Sie nicht akut benötigen oder welche Sie nicht auf ärztlichen Rat einnehmen sollten.

Sollten Sie sich wegen des zur Hypnose-Sitzung anstehenden Themas, bereits anderweitig in Behandlung befinden, teilen Sie dies bitte möglichst vorher Ihrem Behandler mit. Machen Sie gegenüber Ihrem Behandler im Rahmen der Selbstauskunft und Situationsklärung im Vorfeld der Hypnose-Sitzungen bitte unbedingt vollständige und korrekte Angaben. Ihr Behandler stimmt seine Vorgehensweise auf Ihre Angaben ab und geht davon aus, dass diese richtig sind. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass die Hypnose-Sitzung nicht exakt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden kann und die gewünschte Wirkung so möglicherweise eingeschränkt oder gar verfehlt wird.

2. Während der Hypnose

Folgen Sie während der Hypnose immer den Anweisungen Ihres Behandlers. Sie können ihm vertrauen; er ist in Hypnose und anderen hypnose-ähnlichen Verfahren intensiv und umfangreich ausgebildet. Hören Sie auf die Stimme und Worte Ihres Behandlers mit entspannter Aufmerksamkeit und versuchen Sie in Ruhe und Gelassenheit, seinen Worten geistig zu folgen, ohne sich selbst unter (Erfolgs-) Druck zu setzen.

Experimentieren Sie nicht während der Hypnose indem Sie beispielsweise austesten, ob Sie sich den Worten des Behandlers widersetzen können (Selbstverständlich können Sie das – es ist für Sie jedoch nicht zielführend und es wäre doch schade, Ihre Chancen auf diesem Weg zu verschenken!). Solche Störungen können die Wirkung der Hypnose erheblich reduzieren.

Versuchen Sie, während der Hypnose eine „innere Beobachterposition“ einzunehmen und Gedanken, die nichts mit Ihrem Thema zu tun haben, auszublenden. Bitte konzentrieren Sie sich stattdessen auf Ihre „Innere Welt“, Ihre körperlichen Empfindungen, Ihre Gefühle, Gedanken und inneren Bilder und versuchen Sie wahrzunehmen, was die Hypnose in Ihnen auslöst. Lassen Sie die Hypnose einfach geschehen und spüren Sie was sie in Ihnen bewegt.

Versuchen Sie aufsteigende Gefühle während der Hypnose-Sitzung nicht zu unterdrücken. Sollten ein paar Tränen fließen, ist das ein Zeichen dafür, dass sich Spannungen lösen und sich bereits erste Veränderungen einstellen.

3. Nach der Hypnose

Nach der Hypnose fühlen sich viele Klienten wie nach einem Mittagsschlaf und brauchen meist einige Minuten, bis sie sich wieder vollkommen fit fühlen. Gönnen Sie sich deshalb nach der Hypnose etwas Ruhe, damit diese richtig einwirken kann und um sich danach wieder vollkommen fit zu fühlen; nehmen Sie sich ein paar Minuten. Direkt an die Hypnose anschließende Hektik oder allzu frühe konzentrierte Beschäftigung können ihre Wirkung einschränken.

Vermeiden Sie im direkten Anschluss an die Hypnose zu lange Autofahrten, da aufgrund der entspannenden Wirkung der Hypnose mit einem gewissen Grad an Müdigkeit zu rechnen ist, die Ihr Reaktionsvermögen im Straßenverkehr einschränken könnte. Lassen Sie die Hypnose im Anschluss an die Sitzung ca. 72 Stunden einwirken bevor Sie nachspüren und evtl. erste innere Veränderungen überprüfen. Ihr Gehirn benötigt diese Zeit, um die hypnotischen Suggestionen abzuspeichern und häufig werden erste Wirkungen erst nach 1-2 Nächten, in denen das Gehirn im Schlaf Tiefenspeicherungsprozesse durchführen kann, erkennbar.

Achten Sie in den Tagen im Anschluss an die Hypnose-Sitzung auch darauf, ausreichend zu schlafen. Da das Gehirn im Schlaf viele Tiefenspeicherungsprozesse durchführt, ist ein gesundes Schlafverhalten für eine optimale Wirkung sehr förderlich.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit in den ersten 72 Stunden Gespräche über Ihre Hypnose-Sitzung oder Ihr Thema und beschäftigen Sie sich möglichst auch nicht anderweitig mit den Themeninhalten der Hypnosesitzung. Während Ihr Gehirn die Inhalte der Hypnose noch speichert, können eine Beschäftigung mit dem Thema, das nun gerade sehr aktiv in Ihrem Unterbewusstsein arbeitet oder Gespräche über die Inhalte der Hypnose-Sitzung zu einer deutlichen Minderung der Wirkung führen. Weisen Sie Ihr Umfeld ggf. daraufhin, dass Sie in 3 Tagen über Ihre Hypnose-Sitzung berichten können, dass vorzeitige Gespräche aber zu Ihrem Nachteil sein könnten, weil die Wirkung der gesamten Behandlung dadurch beeinflussbar ist. Stellen Sie die Wirkung in den ersten 72 Stunden „nicht auf die Probe“ – zu frühe Tests auf möglicherweise schon entstandene Veränderungen können ebenfalls zu einer deutlichen Beeinflussung der Wirkung führen.

Vermeiden Sie in den auf die Hypnose-Sitzung folgenden 72 Stunden größere Mengen an Alkohol. Dies gilt auch für Medikamente, die Sie nicht dringend oder auf Verordnung benötigen. Die Einnahme von Medikamenten bzw. bewusstseinsbeeinflussenden Substanzen können die Wirkung der Hypnose-Sitzung beeinträchtigen.

Beobachten Sie Veränderungen (nach Ablauf von 72 Stunden) und achten Sie auf Details (Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmungen, Träume). Häufig kündigt sich die Wirkung der Hypnose sehr subtil an und oft sind schon rasch kleine Effekte wahrnehmbar, die anzeigen, dass bereits Veränderungsprozesse in Gang gesetzt wurden.

Achten Sie bitte darauf, in den an die Hypnose-Sitzung anschließenden Tagen, ausreichend zu trinken (Empfehlung: „Stilles Mineralwasser“). Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung unterstützt das Gehirn und das Nervensystem bei seiner Arbeit und beschleunigt die Verarbeitung.

Halten Sie sich immer an die Verhaltensempfehlungen, die Ihnen Ihr Behandler im Verlauf der Hypnose-Sitzungen gibt. Abweichungen können zu einer Beeinflussung/Minderung der Hypnose-Wirkung führen bzw. die Wirkung vollständig aufheben.

Sollten Sie im Anschluss an die Hypnose-Sitzung, Auswirkungen oder Reaktionen beobach- ten, die Sie nicht einordnen können oder Sie belasten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Behandler.

Zu welchem Zeitpunkt spürbare Wirkungen der Hypnose-Sitzung einsetzen, ist bei jedem Patienten/Klienten individuell verschieden. Dies kann bereits nach wenigen Tagen geschehen oder aber auch in vereinzelten Fällen einige Monate dauern. Die Erfahrung zeigt, dass in vielen Fällen bereits 1-3 Sitzungen genügen, um spürbare Veränderungen zu bewirken.