Psychotherapie

Die Bedeutung der Psychotherapie

Psychotherapie ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von seelisch und psychosomatisch wirksamen Verfahren und Techniken, mit dem Ziel, Denken, Fühlen und Handeln des Menschen wieder angemessen positiv erfahrbar und ausführbar zu machen.

Diese Verfahren können beim Betroffenen die Fähigkeit aktivieren/fördern, neue bzw. veränderte Denkmuster zu entwickeln, wieder positive Gefühle zu entwickeln und wieder erneut konstruktiv handeln zu können. Von besonderer Bedeutung ist dies, wenn Lebensereignisse nachverarbeitet werden müssen.

„Wer ein Warum hat,
dem ist kein Wie zu schwer.“

Friedrich Nietzsche
dt. Philologe u. Philosoph
*1844  †1900

Psychotherapie kann Erkenntnis und Klarheit schaffen

In jedem Einzelnen von uns liegen erstaunlich viele unterschiedliche Fähigkeiten und in vielen Fällen sind wir uns der Art und Ausprägung unserer Fähigkeiten gar nicht bewusst. Leider sind wir bei all den Herausforderungen, die uns das Leben stellt, viel zu oft selbst Teil des Problems und weniger Teil der Lösung, was den zur Problemlösung erforderlichen Sichtabstand und Blickwinkel auf die eigene Person ganz oder teilweise verhindert.

Psychotherapie kann helfen, den Umgang mit belastenden Lebensereignissen nachzuverarbeiten

Nicht selten gehen die meisten der uns begegnenden Probleme auf kritische (evtl. traumatisierende) Lebensereignisse bzw. frühkindlich geprägte und/oder auf in unserer Jugend erlernte Verhaltensmuster zurück, welche erst viele Jahre später in Gestalt von Trauma-Folgestörungen, Denkblockaden, Vermeidungsverhalten, Ausweichreaktionen, Abwehrmechanismen und anderen ähnlichen Auswirkungen innerseelischer Ausnahmezustände/Konflikte wieder in Erscheinung treten.

Genau aus diesem Grund und um das uns allen innewohnende Fähigkeiten- und Leistungspotential erkennen zu können, ist eine professionelle Behandlung oft dringend anzuraten, die mit dem erforderlichen Abstand und einer geeigneten Sicht auf die Dinge, den Kern des Problems identifiziert und die Lösung zusammen mit dem Patienten/Klienten in hilfreichen Einzelschritten und Maßnahmen herausarbeitet.

Denn jeder Einzelne von uns ist, was Fragen des eigenen Fühlens, Denkens und Verhaltens angeht, auf seine Selbstwahrnehmung begrenzt und somit nur sehr bedingt in der Lage, aus der eigenen Person heraus, Veränderungsansätze in eine förderliche Richtung zu entwickeln.
 

Psychotherapie in Kombination mit medizinischer Hypnose und traumatherapeutischen Verfahren

Ich verstehe Hypnose sowie auch andere von mir eingesetzte hypnose-ähnlichen Methoden als Werkzeug zur Erhellung des Bewusstseins und nutze diese Methoden zur Harmonisierung der bewussten und unbewussten Schichten. Die zum Einsatz kommenden Methoden und Techniken können meinen Patienten/Klienten helfen, persönliche emotionale, mentale und handlungsbezogene Ressourcen aufzubauen, um mit Prägungen, Erlebnissen/Erfahrungen und Gelerntem besser umgehen zu können.

Behandlungseffekte der Psychotherapie

Herausragendes Ziel aller Therapie/Behandlung/Beratung ist es dabei, den Leidensdruck der sich mir anvertrauenden Patienten/Klienten gemäß den gegebenen und gebotenen Möglichkeiten zu lindern und zu heilen sowie ihnen zu mehr Wohlergehen/Flexibilität im eigenen Fühlen, Denken, Entscheiden, Handeln und zu einem Gewinn an persönlicher Selbstbestimmung zu verhelfen.

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Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung sind psychogen (nicht organisch) verursachte …

Angststörungen
Panik-Störungen
Phobische Störungen

  • Generalisierte Angststörung
  • Panikstörung
  • Sonstige Befürchtungen
  • Agora-Phobie
  • Soziale Phobie
  • Spezifische Phobien
    [z.B. Höhenangst, Flugangst, Platzangst etc.]

Zwangsstörungen

  • Zwangsgedanken
  • Zwangsimpulse
  • Zwangshandlungen

Belastungsstörungen | Anpassungsstörungen

  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Akute Belastungsreaktionen
  • Anpassungsstörungen

Dissoziative Störungen

  • Dissoziative Amnesie
  • Dissoziative Fugue
  • Dissoziativer Stupor
  • Trance- und Besessenheitszustände
  • Dissoziative Bewegungsstörungen
  • Dissoziative Krampfanfälle
  • Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen
  • Ganser-Syndrom
  • Multiple Persönlichkeit

Somatoforme Störungen

  • Somatisierungsstörung
  • Hypochondrische Störung
  • Somatoforme autonome Funktionsstörung
  • Somatoforme Schmerzstörung
  • Anhaltende Schmerzstörung
  • Neurasthenie
  • Depersonalisationssyndrom
  • Derealisationssyndrom

Persönlichkeitsstörungen

  • Paranoide Persönlichkeitsstörung
  • Schizoide/Schizotype Persönlichkeitsstörung
  • Anankastische Persönlichkeitsstörung
  • Asthenische Persönlichkeitsstörung
  • Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung
  • Narzisstische Persönlichkeitsstörung
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung
  • Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung (Impulsiver Typ)
  • Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung (Boderline Typ)
  • Histrionische Persönlichkeitsstörung

Ess-Störungen

  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
  • Binge Eating Disorder

Nicht-organische sexuelle Funktionsstörungen

  • Mangel oder Verlust des sexuellen Verlangens
  • Mangelnde sexuelle Befriedigung
  • Sexuelle Aversion
  • Orgasmus-Störungen
  • Versagen genitaler Reaktionen
  • Ejaculatio praecox
  • Gesteigertes sexuelles Verlangen
  • Nichtorganischer Vaginismus
  • Nichtorganische Dyspareunie

Nicht-organische Schlafstörungen

  • Nichtorganische Insomnie
  • Nichtorganische Hypersomnie
  • Nichtorganische Störung des Schlaf/Wach-Rhythmus
  • Somnambulismus (Schlafwandeln)
  • Albträume (Angstträume)
  • Pavor nocturnus

Entwicklungsstörungen

  • Lese- und Rechtschreibstörung (LRS)
  • Rechenstörung
  • Expressive Sprachstörung
  • Rezeptive Sprachstörung
  • Artikulationsstörung/Sigmatismus
  • Kanner-Syndrom (Frühkindlicher Autismus)
  • Asperger-Syndrom (autistische Entwicklungsstörung)
  • Rett-Syndrom

Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

  • Stottern
  • Poltern
  • ADS | ADHS
  • Emotionale Störungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Stereotype Bewegungsstörung
  • Tic-Störungen
  • Pica (anhaltender Verzehr nicht essbarer Substanzen)
  • Reaktive Bindungsstörung
  • Bindungsstörung mit Enthemmung
  • Elektiver (selektiver) Mutismus
  • Enuresis
  • Enkopresis

Störungen, welche einem der folgenden Abschnitte der ICD-10 zuzuordnen sind, werden grundsätzlich nicht behandelt:
  • F0: Organische Störungen einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
  • F1: Psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • F2: Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
  • F3: Affektive Störungen in schwerer Ausprägung ohne/mit psychotischen Symptomen
  • F63: Abnorme Störungen und Störungen der Impulskontrolle
  • F7: Intelligenzminderung
Diese werden u.a. häufig verursacht/ausgelöst durch:
  • Körperliche/hirnorganische Erkrankungen (z.B. u.a. Morbus Alzheimer etc.) bzw.
  • Intoxikationen (Vergiftungen) bzw.
  • Konsum psychotroper Substanzen (z.B. u.a. Alkohol, Drogen, Medikamente etc.) bzw.
  • Störungen der Neurotransmission (chemo-elektrisch-nervöse Reizleitung) bzw.
  • Wirkung/Mitwirkung genetischer Faktoren (Vererbung) etc.
Da diese Störungen nicht ausschließlich psychisch verusacht (psychogen) sind, können sie durch alleinige Psychotherapie nicht erfolgreich behandelt werden und machen eine organische/medikamentöse Behandlung durch einen geeigneten Fach-Arzt erforderlich. In Abstimmung mit dem behandelnden Arzt kann jedoch eine zusätzliche, die fachärztliche Behandlung stützende (supportive) Psychotherapie erforderlich bzw. geboten sein, welche unter Berücksichtigung der im Einzelfall vorliegenden Indikationen/Kontraindikationen gerne erwogen werden kann.